Die Krise als Chance für neue Geschäftsmodelle

Die Krise als Chance für neue Geschäftsmodelle

Jede Krise birgt Gewinner und Verlierer. Wer sind die aktuellen Gewinner der Krise und was lernen wir von ihnen?

Von zwei Gewinnern der aktuellen Krise können viele kleine und mittelständische Unternehmen etwas lernen. Denn es gibt einen kleinen gemeinsamsten Nenner, der diese Wirtschaftsbereiche gerade durch die Krise trägt. Schauen wir uns diesen Nenner genauer an und leiten daraus Praxis-Tipps ab, wie kleine und mittelständische Unternehmer sofort handeln können.

Laut Spiegel Online, Deutschlandfunk und T-Online sind die folgenden Branchen die Gewinner der derzeitigen Corona-Krise.

  1. Hygienemittelhersteller
  2. Hersteller von Schutzkleidung
  3. Apotheken und Drogeriemärkte
  4. Pharma und Biotech
  5. Anbieter von Luxusreisen (interessant, oder?)
  6. Lebensmittelhersteller und -händler
  7. Lieferdienste für Essen und Lebensmittel
  8. Softwareunternehmen
  9. Onlinemarketing- und Webagenturen
  10. Finanzhäuser
  11. Paketdienste
  12. Onlinedienste
  13. Onlinehandel

Die ersten 11 Punkte sind für den durchschnittlichen kleinen und mittelständischen Unternehmer wenig interessant. Denn entweder das eigene Unternehmen ist in dieser Branche tätig oder nicht. Was aber durchaus interessant ist, sind die letzten beiden Punkte. Die Onlinedienste und der Onlinehandel. Denn klar ist, wer nicht am öffentlichen Leben teilnehmen kann, zieht sich in die eigenen vier Wände zurück. Noch dazu in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen.

Da wir unser kulturelles Vergnügen, das soziale Miteinander und unsere benötigen Waren und Dienstleistungen nun nicht mehr in unserer Stadt befriedigen können, verlagert sich der Fokus auf die Onlinewelt. Daher haben alle Unternehmen, mit Onlineangeboten gerade die Nase vorn.

Unternehmen, die schon seit langem Remote-Arbeit (Homeoffice) anbieten, arbeiten in vielen Bereichen unbeschwert weiter. Ebenso Unternehmen, die bestimmte Geschäftsbereiche – oder zumindest einige Prozesse – digitalisiert und online verfügbar gemacht haben.

Denn wenn das Verlassen des Hauses und das Pflegen sozialer Kontakte nicht mehr möglich ist, sind Onlineaktivitäten nahezu die einzige Chance, neben dem Telefon und dem klassischen Brief, am Leben weiterhin teilzuhaben und sich Befriedigung zu verschaffen.

So sollten kleine und mittlere Unternehmen jetzt handeln

Im digitalen Zeitalter reicht es also nicht mehr aus, sich auf die Wege und Methoden zu stützen, die schon die letzten Jahre funktioniert haben. Die Nase vorn haben diejenigen Unternehmen, die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung bereits nutzen und ihr Angebot für Kunden und Partner erweitert haben.

Doch was sind jetzt konkrete Tipps, wie kleine und mittelständige Unternehmen sich aktuell wirtschaftliche stabilisieren und auf eine neue Krise vorbereiten können?

Händler und Geschäfte

Lokale Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen sollten ihr Angebot dringend auch online anbieten. Wenn Kunden das eigene Geschäft nicht mehr betreten können, sollten sie die Möglichkeit haben, ihre Geschäfte online abzuwickeln. Das umfasst sowohl eine Online-Terminvereinbarung, als auch Online-Bestellung ink´l. -Bezahlung und eine Online-Beratung.

Denn weiterhin wollen die Menschen Wein trinken, schöne Kleidung tragen und gute Kosmetik kaufen. Sie brauchen schmackhafte Gewürze, um zu Hause zu kochen und erfrischende Tee’s für die Zeit gemeinsam. Sie müssen ihre Schuhe reparieren, einen Schlüssel nachfertigen oder wollen Blumen versenden. Die Liste lässt sich beliebig weiter fortsetzen.

Für die Auslieferung von Waren empfiehlt es sich, mit einem Paketdienstleister zusammenzuarbeiten. Dieser kann unkompliziert den Versand, Rückversand und eventuelle Erstattungen als Service Anbieter abwickeln. So werden dafür im eigenen Unternehmen keine Ressourcen verbraucht. Auch Full-Service Anbieter gibt es, die dazu noch das komplette Konfektionieren und Verpacken übernehmen.

Auch über den Facebook- und Instagram-Marktplatz, nebenan.de oder eBay Kleinanzeigen können die Leistungen weiterhin verkauft werden.

Restaurants und Bars

Restaurants und Bars sind aktuell geschlossen. Daher ist es jetzt eine gute Zeit, sich mit der Idee auseinanderzusetzen, sein Angebot über einen Lieferdienst vertreiben zu lassen. Einige Betreiber konnten sich mit der Idee bisher noch nicht anfreunden. Doch auch wenn das keine langfristige Zusammenarbeit werden muss, vielleicht überbrückt es zumindest etwas Zeit.

Eine weitere Möglichkeit für Restaurantbetreiber könnte sein, Online-Kochkurse für zu Hause anzubieten. Diese können kostenpflichtig über einen geschlossenen Mitgliederbereich auf der eigenen Webseite. Alternativ gibt es auch verschiedene Anbieter, bei denen man Onlinekurse hosten kann. Diese bieten ebenfalls ein integriertes Bezahlsystem an.

Außerdem kann das Restaurant einen Onlineshop für hochwertige Zutaten und Küchenzubehör eröffnen. Denkbar ist es auch, eine Rezeptdatenbank zu erstellen und diese zum Kauf anzubieten. Live-Koch-Sessions für zu Hause zum Mitmachen sind ebenso eine Alternative.

  • Lieferando – Restaurant beim Lieferdienst anmelden
  • Digimember – Mitgliederbereich für WordPress
  • Klickmember – Mitgliederbereich für WordPress
  • Memberwunder – Mitgliederbereich für WordPress
  • Coachy – Onlinekurse anbieten und verkaufen
  • Udemy – Onlinekurse anbieten und verkaufen

Reparatur- und Servicedienstleister

Schu´hmacher, Schlüsseldienste, Fahrradreparaturwerkstätten, Änderungsschneidereien PC-Service und ähnliche Branchen sollten in dieser Zeit einen Bring- und Abholservice per Kurier anbieten. Somit kann das eigene Geschäft weiterlaufen und Kunden weiterhin bedient werden.

Auch hier kann ein kleiner Onlineshop oder ein Warenkorbsystem auf der Webseite installiert werden, um die Bestell- und Lieferprozesse gut zu organisieren.

Auch über den Facebook- und Instagram-Marktplatz, nebenan.de oder eBay Kleinanzeigen können die Leistungen weiterhin verkauft werden.

Seminar- und Weiterbildungsanbieter

Unternehmen, die Beratungen, Seminare und Weiterbildungen anbieten, können auch mit einfachen Mitteln, ihre Angebote online verlagern. Dabei sind sowohl Live-Sendungen mit Einzelpersonen oder mehreren Personen ebenso möglich wie Aufzeichnungen zum Streamen oder zum Download.

In den meisten Fällen reicht hierfür eine Webcam oder ein Smartphone. Wer es professioneller gestalten möchte, kann auf professionelle Dienstleister für Videoproduktionen zurückgreifen. Diese haben gerade vermehrt Zeit.

  • Zoom – Video-Konferenzen und Webinare
  • Webinarfly – Live- und Autowebinare
  • Webinaris – Autowebinare
  • Digimember – Mitgliederbereich für WordPress
  • Klickmember – Mitgliederbereich für WordPress
  • Memberwunder – Mitgliederbereich für WordPress
  • Coachy – Onlinekurse anbieten und verkaufen
  • Udemy – Onlinekurse anbieten und verkaufen

Wer heute nicht handelt, verschlimmert seine Situation täglich

Es wäre zu kurz gedacht, davon auszugehen, dass Kunden nach der Krise wie selbstverständlich wieder zurückkommen. Denn sind sie in der Krisenzeit erst einmal zu zufriedenen Kunden eines Mitbewerbers geworden, der ihnen ein Onlineangebot bietet, ist die Rückgewinnung enorm schwer bis aussichtslos.

Daher ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um über die Digitalisierung des eigenen Angebots nachzudenken.

Gern unterstützen wir Unternehmen und Selbständige bei der Beratung, Konzeptionierung und Implementierung dieser Prozesse und Software-Lösungen. Ebenso sind wir eine offiziell zertifizierte Klick-Tipp Agentur.

(Einige Links sind kommerzielle Empfehlungslinks. Dir entstehen dadurch keine Mehrkosten.)

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